In den letzten Jahren wurden in der Stadt Osnabrück wiederholt die Stickstoffdioxidgrenzwerte (NO2) überschritten. Vor diesem Hintergrund hat der Rat der Stadt Osnabrück bereits 2008 einen Luftreinhalteplan verabschiedet und 2018 aktualisiert.

Als eine Maßnahme sieht der Luftreinhalteplan die Einführung eines Umweltsensitiven Verkehrsmanagements (kurz: UVM) vor. Mit dem UVM soll nicht nur die Einhaltung der NO2-Jahresgrenzwerte, sondern auch die Vermeidung der erneuten Grenzwertüberschreitung erreicht werden, indem der Verkehr entsprechend gesteuert oder auch der Umstieg auf alternativen Verkehrsformen empfohlen wird.

Die Grundlage des UVM ist die Erfassung, Verarbeitung sowie Auswertung der relevanten Verkehrs- und Umweltdaten. Dazu werden die Eingangsdaten u.a. durch Sensoren und Luftgütemessstellen erfasst. Droht eine Überschreitung der Luftschadstoffe, werden Ampeln so geschaltet, dass der Verkehr flüssiger fließen kann. Sobald sich die Luftqualität verbessert hat, werden die verkehrlichen Maßnahmen deaktiviert. Diese Änderungen im Verkehrsfluss sind erfahrungsgemäß nur an wenigen Tagen im Jahr erforderlich.

Über die drohenden Luftschadstoffüberschreitungen und über die Aktivierung der zeitlich begrenzten Maßnahmen informiert die Stadt frühzeitig, sodass sich die Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer auf die aktuelle Situation einstellen können.

Die umweltsensitive Ampel-Steuerung wird bis Ende des Jahres 2021 aktiviert.